"Baustelle" Hund - Vom Umgang und Leben (lernen) mit einem "gebrauchten" Hund.
Vom Umgang und Leben (lernen) mit einem "gebrauchten" Hund.

 
 

 


Viele Leute sehen die Zeichen nicht, nur die Folgen. Schön, sich mit Hunden zu unterhalten, aber sie kapieren gar nichts!
(aus: Der Hundeflüsterer von & mit Cesar Millan)
 


Tipps für Pflegestellen
  

Aufgrund meiner persönlichen Erfahrung als ehemalige Pflegestelle (u.a. für eine angeblich tierschützerisch engagierte, in Wahrheit jedoch sehr berechnenden Privatperson) meine ich, mir erlauben zu können, eine Art Orientierungshilfe geben zu können, worauf man als - angehende - Pflegstelle für Hunde und Katzen aus dem Tiersch[m]utz achten sollte und woran man erkennt, ob man es mit einer seriös arbeitenden Organisation / Privatperson zu tun hat oder nicht.

Wie lange man eine Organisation oder Privatperson kennt, spielt keine Rolle. Man kann mit soeben kennen Gelernten wie mit jahre- / jahrezehnte-langen Bekannten oder "Freunden" ein tolles Miteinander erleben oder extrem bitter auf die Nase fallen.

Deshalb ist es beinahe unabdingbar, die Übernahme, Kosten für die Versorgung, Versicherung und Steuer bei Hunden sowie ein etwaiges Mitspracherecht am weiteren Schicksal des Schützlings möglichst detailliert vertraglich zu regeln. - Ich verzichtete meinerzeit auf einen Pflegevertrag und bekam die zu erwartende Quittung dafür.


In mehr als sechs Monaten Pflegestellen-Dasein erhielt ich gerade mal € 100,- "Aufwandsentschädigung" und dies auch nur a) auf Nachfrage und Bitte meinerseits sowie b) von der anteiligen Schutzgebühr eines anderen Hundes, die ich in Vertretung entgegen genommen hatte.

Artgerechtes Futter (kein "Stopfmittel"), Zubehör (etwas mehr, als ein einfaches, fauliges Leine-Halsband-Set), Spielzeug, Haftpflichtversicherung, Tierarztkosten bei Verletzungen und Erkrankungen, Anti-Parasiten-Spots, Entwurmungen, Schalten von Vermittlungsanzeigen und sogar die doppelte Hundesteuer blieben an mir kleben. - Beinahe rund um die Uhr für das Tier da zu sein, mit ihm zu lachen, leiden und arbeiten: eine ohnehin nicht definierbare Dimension.

Meinem (im wahrsten Sinn des Wortes finanziell und mental) schmerzhaften Erlebnisschatzes zufolge, nehme ich Hilfsmaßnahmen im Tiersch[m]utz heute um ein Vielfaches kritischer und genauer unter die Lupe, was weder zwingend gefallen muss, noch als Maßstab anzusehen ist, aber irgendwer muss es ja auch mal unverblümt sowie ungeschönt zur Sprache bringen:

Als Pflegestelle kann / sollte nur jemand agieren, der
 
a) mit einer wirklich seriös arbeitenden Organisation zu tun hat und / oder
 
b) selbst über so viel Finanzen verfügt, dass man kaum weiß, wohin mit all dem Geld.

Unter einer
wirklich seriös arbeitenden Organisation verstehe ich Einrichtungen, die Tiere nicht nur in begrenztem Maß (reelles Verhältnis zu kompetenten Unterbringungsmöglichkeiten) aus ihrem echten Elend heraus holt, ihre Pflegestellen im Optimalfall veterinär-behördlich überprüfen und genehmigen lässt, sondern aufgrund eines entsprechenden Mitglieder(beitrags)-Backgrounds auch ausreichend finanzielle Kapazitäten besitzt, ihren Pflegestellen bei den Kosten angemessen unter die Arme zu greifen.

So, und jetzt könnt ihr mal selbst überlegen, wie viele der beinah unzählbaren "Tierschutz-Veranstalter" als vertrauenswürdig in Frage kommen.


Die Realität ist folgende:

Um überhaupt ein paar "Idioten" an Land gezogen zu bekommen, wird einem im Vorfeld Alles versprochen, was man als gutgläubiger, beinahe naiver Unterstützer hören möchte:

- Von Übernahme sämtlicher, anfallender Kosten ist die Rede, man müsse "nur" die Belege vorlegen und bei Mehrhundehaltung (evtl. hat man noch einen oder zwei Eigene) explizit darlegen, dass die geltend gemachten Ausgaben allein für den Tiersch[m]utz-Schützling aufgewendet wurden. Viel Spaß und Erfolg beim "glaubwürdigen" Ausklamüsern, das keiner weiteren Diskussion mehr bedarf!

- Tierarztkosten? Kein Problem! "Nur" vorher absprechen, was zu machen sei und wie viel es voraussichtlich kosten wird. - Selbiges gilt natürlich auch bei etwaigen Notfällen, in denen man eigentlich gar keine Zeit für lange Erklärungen und / oder Entscheidungswege hat.

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